Kinder-Uni-Video ist jetzt online

Die Kinder können es sich auf Youtube oder der Kinder-Uni-Seite anschauen

Stadtmitte. Es ist wieder Zeit für die Kinderuni. „Doch Moment, wo sind wir hier eigentlich?“, fragt sich der Moderator Martin Hensel. „Beim THW“, erinnert Julia Taubert ihn. Statt im Hörsaal findet die Vorlesung der Kinder-Uni dieses Mal direkt bei den Helfern vor Ort statt. Das Video wurde bereits vor einigen Tagen produziert und nun können die Kinder endlich schauen, was es mit dem Technischen Hilfswerk in Rostock auf sich hat. „Wir schützen die Bevölkerung und helfen bei Katastrophen“, erklärt Stephan Döhler. Er ist der Ortsbeauftragte des THW Rostock. Etwa 80 ehrenamtliche Helfer gibt es in Rostock, auf die Döhler sehr stolz ist. „Wir alle haben unterschiedliche Funktionen. So haben wir beispielsweise zwei Köche – die sind ganz besonders wichtig für uns“, sagt er in dem Video und lächelt. Das Video können die Kinder auf Youtube und auf der Internetseite der Kinderuni sehen. Wie die Helfer zu ihren Einsätzen kommen und wann diese beim Technischen Hilfswerk tätig sind, erklärt Döhler anschließend in dem Vortrag. „Wir sind oft am Wochenende hier und nach Feierabend. Wir machen das nämlich alles ehrenamtlich. Das THW ist unser Hobby.“

Blau und Weiß: Das sind die Farben des THW. Nicht nur die Fahrzeuge – beispielsweise der große Kran oder der Gerätekraftwagen – haben diese Farben, auch die Einsatzkleidung der Helfer. Magnus erscheint in dem Video in voller Montur. Er leistet derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst beim THW. Der Ortsbeauftragte erklärt an ihm, welche Kleidung die Helfer bei Einsätzen tragen. Angefangen bei den dicken, schweren Stiefeln bis zum leuchtenden gelben Helm. „Die Kleidung schützt uns natürlich vor Kälte, aber auch vor Chemikalien“, erklärt Döhler. Auch eine kleine Anekdote aus dem Alltag der Helfer lässt Stephan Döhler fallen: Vor einigen Jahren ist am Doberaner Platz ein Baukran umgekippt. „Da wir auch einen großen Kran haben, sollten wir den umgestürzten Baukran wieder anheben – aber der war auch viel zu schwer für uns“, erinnert sich der Ortsbeauftragte. An die Bilder des umgestürzten Krans auf der Straße und den Krater im Boden, der durch die Gegengewichte entstanden sind, kann er sich noch heute erinnern. „Zum Glück ging alles gut aus und niemand wurde verletzt.“

Auch bei Öl- oder Sturmschäden rücken die Helfer aus. „Wir können sogar sprengen“, erklärt Döhler. Doch oft komme das nicht vor. Das THW könne bergen und in Notfällen eine Elektroversorgung herstellen. Um das zu lernen, müssen die Helfer oft üben und auch eine Prüfung ablegen. „Wie in der Schule“, stellt der Mann im Video fest. Seile, Leinen, Leitern, Bohrhammer ... Die Helfer des THW haben viele Werkzeuge für die verschiedenen Einsatzgebiete. Den hydraulischen Heber, mit dem schwere Lasten angehoben werden können oder die hydraulische Schere, die stabile Materialien in wenigen Sekunden durchtrennen kann, erklärt Döhler genauer.

(Text und Foto: Stefanie Ploch)

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