Kinder-Uni in Rostock: „Wie fragt man einen Computer Löcher in den Bauch?“

In der nächsten Kinder-Uni- Veranstaltung in Rostock geht es um Google, Alexa und Co. Wie Kinder im Internet Antworten auf ihre Fragen finden, erklärt die Physikerin und Didaktikexpertin Andrea Sengebusch am 19. Mai online im Audimax.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wer nicht fragt, bleibt dumm – so weit, so bekannt. Wie Kinder für ihre Fragen aber auch das Internet nutzen können, erklärt Andrea Sengebusch in der nächsten Kinder-Uni in Rostock. Die promovierte Physikerin wird am 19. Mai live aus dem Audimax der Frage „Wie fragt man einen Computer Löcher in den Bauch?“ nachgehen. Dabei wird sie erklären, was überhaupt eine gute Frage ausmache und wo man eine richtige Antwort finde. Im nächsten Semester wolle man versuchen, die Kleinen wieder im Hörsaal begrüßen zu dürfen. Außerdem solle die Arbeit in den Stadtteilen ausgebaut werden.

„Ich war ein Kind mit vielen Fragen“
Als Andrea Sengebusch die Kinder-Uni vorbereitet hat, dachte sie viel an ihre eigene Kindheit. „Ich habe mich gefragt: Wie war das Leben vor 30 Jahren? Ich war ein Kind mit vielen Fragen. Einen Computer hatten wir aber nicht“, sagt die 39-Jährige. Wäre sie heute ein neunjähriges Mädchen, wüchse sie in einer ganz anderen Welt auf. „Das Internet ist heute – auch für Kinder – eine schöne Option.“

Sengebusch sagt das mit aller Vorsicht. Sie wisse um die Risiken des Internets, insbesondere für Kinder. Das wolle sie nicht ausklammern, aber in ihrer Vorlesung auch nicht in den Mittelpunkt stellen. „Es ist nicht alles nur schlimm und verboten. Es gibt auch Möglichkeiten für Kinder, den Computer sinnvoll zu nutzen.“

Was ist eine gute Frage?
Zum Beispiel beim „Loswerden von Fragen“. Das Internet habe einen nahezu unerschöpflichen Reichtum an Antworten. Nicht alle seien immer richtig. Aber wie stellt man zunächst eine richtige Frage und was macht eine gute Frage überhaupt aus? Andrea Sengebusch liefert den Nachwuchsstudenten am Mittwoch Antworten. „Nicht nur Google ist eine bekannte und interessante Suchmaschine, auch Sprachassistenten gewinnen immer mehr an Bedeutung“, sagt die promovierte Physikerin. Wie die Information ins Internet kommt und wer sie dort überhaupt reinschreibt, möchte Sengebusch erklären. Auch was eine gute Antwort ist, soll Thema der nächsten Kinder-Uni sein.

Kinder-Uni will noch mehr Kinder erreichen
Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Kinder-Uni auch am 19. Mai online stattfinden. Dazu referiert die Dozentin im großen Audimax, allerdings nicht vor Publikum, sondern vor der Kamera. Der Livestream kann am Mittwoch, 15 Uhr über Youtube verfolgt werden. Das Video ist auch zu einem späteren Zeitpunkt noch verfügbar. Wiebke Loseries, die die Dozenten bei der Vorbereitung betreut und Ansprechpartnerin der Kinder-Uni ist, erhalte momentan viele Anfragen, wann es wieder „richtig“ weitergehe. „Wir schauen hoffnungsvoller in das kommende Semester und möchten die Kleinen bald wieder im Hörsaal begrüßen“, so Loseries. Außerdem startet der Versuch, mit dem Projekt noch mehr Kinder in Rostock zu erreichen. „Dazu möchten wir auch bald in die Stadtteile gehen“, kündigt Loseries an.

(Text: Lea-Marie Kenzler, Foto: Robert Leppin)

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