Es wird brenzlig: Kinder-Uni startet wieder

von Irene Burow

Am Mittwoch kommt die Feuerwehr. Sie will aber nur die Neugier der Kinder entflammen und klären, wie Feuer eigentlich entsteht. Die Vorlesungen beginnen schon um 15 Uhr.

Groß Klein - Spannende Themen für ein halbes Jahr: Die Kinder-Uni Rostock geht wieder los. Eröffnet wird das Wintersemester am 28.September vom Chef der Universität Rostock, Wolfgang Schareck. Gestartet wird am Mittwoch mit
dem ziemlich brenzligen Thema „Warum brennt ein Feuer?“.

Treffpunkt ist in diesem Semester jeweils schon um 15 Uhr im großen Hörsaal in der Ulmenstraße 69 der Universität Rostock (er wird auch „Audimax“ genannt). Richtige Feuerwehrmänner bringen ihre Ausrüstung mit und erklären, wie sie benutzt wird. Dazu gehören auch die Feuerwehrautos. Mit lauter Sirene fahren sie los, wenn es brennt. Aber warum brennt es eigentlich?
Wenn ein Feuerzeug und die Streichholzschachtel bei den Eltern gut versteckt in der Schublade liegen, dann hat das einen guten Grund. Denn Feuer kann ziemlich gefährlich werden. Manchmal reicht schon ein kleiner Funke aus.
Eine brennende Kerze, ein elektronisches Gerät, das kaputtgeht, oder ein angebrannter Kochtopf in der Küche. Damit das nicht passiert, gibt es Menschen, die davor warnen. So, wie Silke Pietreck und Petra Blum. Sie arbeiten im Brandschutz- und Rettungsamt. Von dort wird zum Beispiel kontrolliert, ob in Gebäuden genug auf Sicherheit geachtet wird, das heißt, ob es Feuerlöscher gibt oder Fluchtwege vorhanden sind. „Die Regeln sind sehr streng. Mogeln geht da nicht“, versichert Pietreck. Überprüft werde das sogar alle zwei Jahre. Sie hofft, dass sich viele Kinder noch an die freche Feuerwehrfrau Mathilde erinnern. Denn Silke Pietreck und Petra Blum sind mit der Handpuppe schon in sehr vielen Klassen gewesen. Alle drei wissen: ein Feuer brennt, wenn bestimmte Zutaten
zusammenkommen. So ähnlich, wie beim Kochen. Hitze ist zum Beispiel eine davon.

In der ersten Vorlesung am Mittwoch wollen sie daran erinnern, was zu tun ist, wenn es brennt. Denn nicht nur das Feuer allein ist gefährlich. „Nicht mal jeder Erwachsene weiß das“, sagt Silke Pietreck. Dass Feuer ganz schön faszi-
nierend sein kann, das hat auch sie schon als Kind gewusst. Aber sie weiß auch, dass Feuer Kindern große Angst macht.

Im Notfall kommt die Feuerwehr. Aber am Mittwoch kommt sie zur Kinder-Uni. Feuerwehrleute wollen zeigen, was sie für den Ernstfall alles brauchen. Und das ist eine ganze Menge an Spezialausrüstung. Brian Lehmkuhl ist 26 Jahre alt und arbeitet seit zwei Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtteil Groß Klein. Er wird gern erzählen, wie er Feuerwehrmann geworden ist. Denn so leicht ist das gar nicht. Nicht jeder kann mitmachen. „Man muss fit und
stark sein und sich im Extremfall gut konzentrieren können“, erzählt er. Am Mittwoch wird er zusammen mit anderen Feuerwehrleuten zeigen, was Gefährliches passieren kann, wenn man flüssiges Fett mit Wasser löschen will. Er erklärt auch, warum Tiere mit einem besonderen Einsatzauto gerettet werden und wo es bei jedem zu Hause schnell brenzlig werden kann. Wer möchte, kann sich in ein Feuerwehrauto setzen, denn die Retter bringen verschiedene mit. Einen ganzen „Löschzug“, wie sie dazu sagen.

Das Wintersemester organisiert jetzt Wiebke Loseries. Sie arbeitet an der Uni im Bereich Physik und hilft dabei, Experimente spannend zu gestalten. Weil sie schon andere Kinderprojekte betreut, ist sie nun auch für die Kinder-Uni zuständig.


Am Ende des Semesters tolle Preise gewinnen

Termine: Alle Vorlesungen finden von 15 bis 15.45 Uhr im Audimax der Uni Rostock statt.
28. September : „Warum brennt ein Feuer?“;
26. Oktober: „Wie entsteht ein Buch?“;
23. November: „Was bringt denn nun der Klapper- storch?“;
21. Dezember: „Warum ist der Tintenfisch kein Fisch?“

Preise abstauben: Zu Beginn jeder Vorlesung gibt es einen richtigen Kinder-Uni-Ausweis. Die Kinder können sich bei jeder Veranstaltung Stempel abholen und am Ende des Semesters tolle Preise gewinnen.

Kinder berichten: Bei den Vorlesungen gibt es einen Kinder-Reporter, der von einem Mitarbeiter der OSTSEE-ZEI- TUNG begleitet wird. Außerdem gibt es wahlweise ein Kamerakind, das von einem Mitarbeiter aus dem Medienzen-
trum der Universität Rostock begleitet wird.



Irene Burow

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